Unscharfer Hintergrund: Wilhelm Fredemann, ca. 1940
Wilhelm Fredemann, ca. 1940
Wilhelm Fredemann, ca. 1940
Niederdeutscher Autor 1897–1984

Wilhelm Fredemann

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Der Sohn eines Landwirts durchlief von 1911 bis 1916 eine Ausbildung zum Lehrer und war danach Soldat bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Anschließend arbeitete er in Neuenkirchen zunächst als Volksschullehrer. Von 1924-27 machte er eine Zusatzausbildung zum Realschullehrer in den Fächern Geschichte und Mathematik und unterrichtete danach an der Realschule in Neuenkirchen, deren Leiter er von 1945 bis zu seiner Pensionierung 1963 war.

Sein Werk, das in hoch- und plattdeutscher Sprache geschrieben ist, umfasst Novellen, Romane, Gedichte, und Kurzgeschichten, daneben Beiträge zur niederdeutschen Sprache und zur Heimatgeschichte. Fredemann, der Mitglied eines Dichterkreises war, zu dem niederdeutsche Autoren wie Heinrich Schmidt-Barrien, Hermann Claudius und Alma Rogge gehörten, erhielt verschiedene Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz, den Niedersächsischen Verdienstorden, die Justus-Möser-Medaille der Stadt Osnabrück und die Ehrenbürgerschaft der Stadt Melle. Die Heimatbünde Osnabrück Land und Bersenbrück verleihen jährlich den Wilhelm-Fredemann-Gedächtnispreis.

Zitat

De Dage gliet / ut use Tiet / os fiener Sand / ut Gottes Hand.    Wat du hes socht, / wat di es brocht, / vergeiht – un schwor / sinkt Jaohr to Jaohr,   bis dat wi falt / un he us halt / ut usen Striet / in siene Tiet. 

– Wilhelm Fredemann: In siene Tiet

Werke (in Auswahl)

  • Mien Land. Plattdeutsche Gedichte. Bertelsmann, Gütersloh 1947
  • Gespräche mit plattdeutschen Autoren. Heinrich Wesche zum 60. Geburtstag. (mit Hein Bredendiek, Karl Bunje, Heinrich Diers), Wachholtz, Neumünster 1964
  • Minsken in Stadt un Land. Plattduetsk vertelt van Wilhelm Fredemann. Melle 1975
  • Aulet Land un Junget Lied. Niederdeutsche Gedichte

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