John Brinckman zählt mit Fritz Reuter, Klaus Groth und Johann Hinrich Fehrs zu den bedeutendsten plattdeutschen Schriftstellern des 19. Jahrhunderts. Der Sohn eines Kaufmanns und Reeders besuchte in Rostock das Gymnasium und studierte hier von 1834 - 1837 zunächst Jura und danach Philosophie, Geschichte und Sprachen. In dieser Zeit veröffentliche Brinckman seine ersten literarischen Arbeiten.
Wegen seines burschenschaftlichen Engagements für ein geeintes Deutschland mit einer liberalen Verfassung wurde er 1838 wegen versuchten Hochverrats zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, bald darauf aber begnadigt. 1839 reiste Brinckman nach New York zu seinem Bruder Michael , wo er als Journalist, Schriftsteller und Gesandtschaftssekretär tätig war. 1841 kehrte er nach Mecklenburg zurück, arbeitete in den folgenden Jahren als Hauslehrer und übernahm 1846 die Leitung einer Privatschule in Goldberg.
Während der Revolution von 1848 engagierte er sich wie auch Fritz Reuter für politische Reformen. 1849 wurde Brinckman, inzwischen verheirateter Familienvater, Realschullehrer in Güstrow. Von Mitte der fünfziger Jahre an erschienen seine plattdeutschen Erzählungen und Gedichte. Im September 1870 erlag John Brinckman einem Schlaganfall. Der große Erfolg war seinem Werk erst nach seinem Tod beschieden.
Zitat
Dat is All as dat is; / Wat du magst holl wiß, – / Stek in wat’s got, – / Un dat Leg sla dot!
– John Brinckman: VagelGrip. En Doenkenbook
Werke (in Auswahl)
- Kasper Ohm un ick
- Vagel Grip. En Doenkenbook
- Peter Lurenz bi Abukir
- Voß un Swinegel, oder Dat Brüden geit üm
- Uns' Herrgott up Reisen