Der Sohn eines Bauern absolvierte eine Ausbildung zum Lehrer und leistete ab Oktober 1900 für ein Jahr einen freiwilligen Militärdienst bei einem Grenadierregiment in Schwerin. Vor und nach seiner Militärzeit unterrichtete er in Nieder Ochtenhausen (Bremervörde). In Stade legte er 1904 das zweite Lehrerexamen ab. Im selben Jahr heiratete er Sophie Luise Emilie Peters und trat eine Stelle in Bissendorf an, wo er bis zu seiner Pensionierung 1943 unterrichtete.
Braasch schrieb seine Gedichte, Erzählungen und Betrachtungen zum größten Teil auf Platt. Etliche seiner Werke wurden seit den zwanziger Jahren – oft von ihm selbst gesprochen – im Rundfunk ausgestrahlt. Zunächst war Braasch vor allem für den zur NORAG (Nordische Rundfunk AG) gehörenden Sender Hannover tätig, nach Gründung der Bundesrepublik für den Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR).
Braasch unternahm häufig Lesereisen, auf denen er seine Werke vortrug. Für seine Verdienste um die plattdeutsche Sprache wurde ihm 1954 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.
Zitat
Wenn se di duken wüllt, muß di nich bücken, / Wenn se di stuken wüllt, denn dröfst nich knicken. / Kommt liese Smeichlers un wüllt Honnig smeern, / – Lat’s mit ehr Sötigkeit to’n Dübel schern!
– Hinrich Braasch: Por Krüter ut min Hus-Afthek
Werke (in Auswahl)
- Hinnerk ut de Heid: Book för besinnliche Minschen
- Dat plattdütsche Billerbook, mit Bildern von Hans Rott.
- De ole Hamonika: Gedichte
- So löp min Leben